Objekte auf bestimmte Breite oder Höhe bringen

Um in InDesign einen Objekt- oder Bildrahmen auf eine gewünschte Größe zu bringen, gibt man den Wert mit Maßeinheit direkt in das Feld für die prozentuale Skalierung der Steuerungsleiste ein. Noch ein kleiner Tipp: Mit einem Klick auf die Label neben den Feldern lässt sich deren Feldinhalt auswählen.


Automatische Layoutanpassung in InDesign

Nimmt man mit „Dokument einrichten“ oder „Ränder und Spalten“ Änderungen an einem Layout vor, kann es mitunter mühsam sein, die Textrahmen und Objekte neu anzuordnen. Ein Großteil dieser Arbeit lässt sich mit dem Dialogfeld „Layoutanpassung“ (Menü Layout) automatisieren.

Hinweis: Voraussetzung ist, dass sich Objekte und Textrahmen an der Vorgabe der Ränder und Seitenspalten orientieren.

In InDesign und Illustrator platzierte Bilder schnell öffnen

In Illustrator verwende ich diesen Tastenbefehl mindestens seit 1990, in InDesign kam ich nie auf die Idee: Doppelklick mit gedrückter Alt-Taste auf ein verlinktes Bild öffnet dieses im Standardprogramm. Das Kontextmenü braucht man also nur, wenn man die Grafik in einem anderen Programm öffnen möchte (InDesign CS5). Diesen Tipp erhielten wir von Änne Ball. Vielen Dank dafür.

Photoshop-Pfadrichtung bei verknüpften Pfaden

Erstellt man in Photoshop Pfade, um beispielsweise ein Objekt freizustellen, benötigt man oft verknüpfte Pfade (Compound Paths). Mit diesen werden innere Formen ausgespart. Genau wie bei Buchstaben, die Punzen ausgespart werden.

Meistens spart Photoshop die inneren Pfade automatisch aus. Aber eben nicht immer! Im Illustrator löst man das Problem, in dem man in der Attribute-Palette die Pfadrichtung ändert. Das geht in Photoshop leider nicht, hier heißt es Pathfinder statt Pfadrichtung. Mit dem schwarzen Zeiger aus der Werkzeugleiste wählt man den Pfad aus. Oben links erscheinen dann vier Pathfinder-Symbole, mit einem Klick auf das vierte Symbol (manchmal auch das Dritte) ist das Problem gelöst.

Eingebettete Pixel-Bilder aus Vektordatei extrahieren

Braucht man die eingebetteten Bilder aus einer Illustrator- oder EPS-Datei, speichert man diese mit Adobe Illustrator als PDF. Dabei eine Einstellung verwenden, mit der die Bilder nicht komprimiert oder heruntergerechnet werden. Die Standardeinstellung ist dafür vermutlich geeignet. Anschließend öffnet man die Datei in Acrobat Pro und exportiert alle Bilder als TIFF (Acrobat-Version bis 9): Menü Erweitert > Dokumentverarbeitung > Alle Bilder exportieren…. In Acrobat X muss man eine Aktion anlegen: Aktionsassistent > Neue Aktion erstellen > Weitere Werkzeuge > Alle Bilder als Tiff exportieren (siehe Bildschirm­foto).

In Acrobat X sind übrigens einige Funktionen jetzt in den Aktionen zu finden, es ist auch deswegen sehr viel übersichtlicher als die Vorgänger-Version.

Wenn man viele PDF-Dateien hat, aus denen man die Bilder benötigt, bietet sich das Terminalprogramm xpdf mit dem Befehl pdfimages an. Am einfachsten installiert man es auf Mac OS X mit macports.

Abstände zwischen mehreren Objekten gleichmäßig verändern

In Adobe InDesign den Abstand zwischen mehreren Objekten in einer Auswahl verändern: Objekte auswählen, an einer Seite beginnen zu ziehen, als wolle man sie skalieren, dann die Leertaste drücken. So werden nicht die Objekte skaliert, sondern die Abstände zueinander.

Automator-Variablen (Text aus PDF extrahieren)

Falls ein Automator-Workflow in Mac OS X neue Dateien erzeugt, muss man einen Ausgabeordner definieren. Sollen die Ausgangs­dateien im gleichen Ordner landen wie die Eingangs­dateien, braucht man Variablen und ein wenig Shellskript. Das Bildschirmfoto zeigt, wie es geht. Als Beispiel dient ein Workflow der Text aus PDF-Dateien extrahiert. Den Automator-Workflow kann man hier herunterladen.

Schneller Werkzeug-Wechsel

In den Adobe-Programmen befinden sich Werkzeuge (mit einem kleinen Dreieck unten rechts) unter denen man weitere Werkzeuge findet. Hält man die Maustaste länger gedrückt, kann man diese in einer Liste auswählen. Wem das zulange dauert, kann die Werkzeuge schneller wechseln, indem er einfach mit gedrückter Alt-Taste auf das gewünschte Werkzeug klickt.

Anmerkung: Muss man die Werkzeuge oft wechseln, kann man die Aufklappliste, mit dem rechten schmalen Button als eigene Palette öffnen.

Sternstunde

Bei diesem kleinen Tipp geht es nicht um Entscheidungen die schicksalshaft die Zukunft beeinflussen. Nein, es geht um das Stern-Werkzeug im Illustrator. Man findet es in der Werkzeugpalette unter dem Rechteckwerkzeug und es kann genau auf zwei Arten verwendet werden.

Methode 1 (für die ganz Genauen)
Klickt man mit gedrückter Alt-Taste, erscheint ein Dialog, in dem man drei Werte eingeben kann: äußerer Radius (Radius 1), innerer Radius (Radius 2) und natürlich die Anzahl der Spitzen (Points).

Methode 2
Man zieht den Stern einfach auf! Bevor man die Maustaste allerdings wieder loslässt, kann man die Form des Sterns durch verschiedene Tasten beeinflussen: Mit dem Auf- und Abwärtspfeil bestimmt man die Anzahl der Spitzen. Die Shift-Taste stellt den Stern gerade und die Alt-Taste symmetriert die Spitzen des Sterns.

Hält man die Befehls-Taste gedrückt, bleibt der innere Radius fest und man kann den äußeren Radius verändern.

OpenType-Funktionen

OpenType ist mein Lieblings-Schrift-Format. Ganz besonders dann, wenn die Zeichensätze viele Funktionen (Features) haben. Sehr schön z.B., wenn die Schrift einen zweiten Satz Zahlen mit Unterschneidungen hat. Mittlerweile haben sich leider schon sogenannte „Fachleute“ an die schlechten Zeichenabstände von Zahlen gewöhnt. Der heutige Tipp ist kurz und knapp: Statt aus der Glyphenpalette in InDesign einzelne Zeichen auszuwählen, unbedingt ein Zeichenformat für OpenType-Features anlegen! Einige Beispiele, alle mit Zeichenformat:

Im folgenden Screenshot ist bei den OpenType-Funktionen für die zweite Zeile „Verschnörkelte Varianten“ ausgewählt, Beispiel Adobe Garamond Pro:

Oft haben OpenType-Schriften auch einen Satz kleine Ziffern für Hoch- und Tiefstellung. Die sind natürlich viel schöner als die skalierten Ziffern.

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