OpenType-Funktionen

OpenType ist mein Lieblings-Schrift-Format. Ganz besonders dann, wenn die Zeichensätze viele Funktionen (Features) haben. Sehr schön z.B., wenn die Schrift einen zweiten Satz Zahlen mit Unterschneidungen hat. Mittlerweile haben sich leider schon sogenannte „Fachleute“ an die schlechten Zeichenabstände von Zahlen gewöhnt. Der heutige Tipp ist kurz und knapp: Statt aus der Glyphenpalette in InDesign einzelne Zeichen auszuwählen, unbedingt ein Zeichenformat für OpenType-Features anlegen! Einige Beispiele, alle mit Zeichenformat:

Im folgenden Screenshot ist bei den OpenType-Funktionen für die zweite Zeile „Verschnörkelte Varianten“ ausgewählt, Beispiel Adobe Garamond Pro:

Oft haben OpenType-Schriften auch einen Satz kleine Ziffern für Hoch- und Tiefstellung. Die sind natürlich viel schöner als die skalierten Ziffern.

Schriftgröße nach Skalierung von Textrahmen zurücksetzen

Wenn man Textrahmen in InDesign skaliert, merkt sich InDesign u.a. die ursprüngliche Schriftgröße (siehe Screenshot Character/Zeichen). Mit dem Untermenü der Transformierenpalette lässt sich das zurücksetzen.

Lorem ipsum oder eigener Blindtext

Mit InDesign können Sie Platzhaltertext (Blindtext) einfügen. Platzhaltertext ist überaus nützlich, weil er Ihnen einen guten Gesamteindruck für das Dokumentlayout vermittelt. Wählen Sie mit dem Auswahl-Werkzeug einen oder mehrere Textrahmen aus und wählen Sie „Schrift“ -> „Mit Platzhaltertext füllen“. Wenn Sie den Platz­halter­text ändern möchten, erstellen Sie eine Textdatei mit dem gewünschten Ersatztext und speichern Sie sie unter dem Namen „Platzhalter.txt“ im Anwendungsordner. Vielleicht verwenden Sie dazu einen Literaturklassiker von www.gutenberg.org.

Dateigröße von InDesign-Dokumenten verringern

Wir wünschen unseren Lesern und vor allem unseren Kunden alles Gute für 2011!

Ein häufiger Vorsatz für das neue Jahr ist: Abnehmen. Aber dieses Mal verpassen wir InDesign-Dokumenten eine Schlankheitskur.

Wenn man länger an einem InDesign-Dokument arbeitet, wächst die Dateigröße recht ordentlich. Das liegt an der besonderen Struktur der Dokumente. Mit einem „Sichern unter…“ und „Ersetzen“ der Datei kann man es bereinigen und bei manchen Doku­menten die Dateigröße stark verringern. Auch auf Kopieren und Einsetzen von Abbil­dungen sollte man verzichten, denn so werden Bilder im Dokument gespeichert. Immer mit „Platzieren…“ oder Apfel-D, damit wird das Bild „verlinkt“ und nur eine grobe Vorschau gespeichert. Man kann aber auch unbeabsichtigt Bilder in InDesign-Doku­mente einbetten: Wenn gute Pixelbilder eine Auflösung on 72 ppi haben und man diese in InDesign stark verkleinert, ist das fast genauso, als wären sie eingebettet, da ja die Vorschauauflösung 72 ppi ist.

Von allem Ballast kann man Dokumente befreien, in dem man sie als IDML- oder INX-Datei exportiert (Apfel-E). Diese Formate unterstützen keine PlugIns von Dritt­an­bietern – lästige Meldungen beim Öffnen verschwinden – und auch keine Bild­vorschau. Falls InDesign mit einem bestimmten Dokument immer wieder abstürzt, ist das Expor­tieren nach IDML (ab CS4) und INX (bis CS3) sehr empfehlenswert.

Text aus PDF extrahieren

Acrobat Pro bietet zahlreiche Möglichkeiten um PDF-Dateien in andere Formate zu konvertieren. Dazu muss man sich mit den Einstellungen und Möglichkeiten beschäftigen, um zum gewünschten Ergebnis zu kommen. Auf dem Mac gibt es elegante Möglichkeiten um z.B. PDF-Dateien in Text zu konvertieren:

Installiert man den Service PDF2RTF kann man mit dem Programm TextEdit PDF-Dateien einfach öffnen. Oder PDF-Dateien auf das Programm-Icon von TextEdit ziehen.

Auch mit dem Terminal und dem Kommandozeilenprogramm textutil:
textutil -convert txt -output ~/Desktop/Output.txt  Input.pdf
Es werden die Formate txt, html, rtf, rtfd, doc, docx, wordml, odt oder webarchive unterstützt. PDF nur, wenn der oben genannte Service installiert ist.

Wenn dieser Automator-Service im Ordner ~/Library/Services installiert ist, kann man html, rtf, rtfd, doc, docx, wordml, odt oder webarchive mit der rechten Maustaste in reinen Text konvertieren.

Palette Werkzeughinweise

Auch wenn man glaubt, ein „InDesign-Profi“ zu sein, lohnt es sich vielleicht ab und zu die Werkzeughinweise einzublenden. Man findet sie im Menü „Fenster“ -> „Hilfsprogramme“ -> „Werkzeughinweise“. Im Bild links sieht man die Tipps für das Rahmenwerkzeug. Die Hinweise ändern sich natürlich automatisch, sobald man ein anderes Werkzeug auswählt.

Fußnoten-Trennzeichen

InDesign bietet im Menü „Schrift“ -> „Optionen für Dokumentfußnoten…“ bei der Fußnotenformatierung nur eine begrenzte Auswahl an Trennzeichen an. Es funktioniert aber z.B. auch das Zeichen „Einzug bis hierhin“ ^i, das für Fußnoten sehr praktisch sein kann. (Für normale Absätze sollte man es sparsam einsetzen, hier ist eine Definition der Einzüge im Absatzformat viel besser.) Wenn man wissen will, welche Zeichen man für ein spezielles Sonderzeichen eingeben muss, nimmt man entweder den Suchen-Dialog zu Hilfe oder man setzt ein Sonderzeichen mit der rechten Maustaste in den Text und kopiert es.

Hilfslinien mit Alt- oder Apfel-Taste

Wenn Sie in InDesign eine Hilfslinie aus dem Lineal ziehen und dabei die Befehltaste drücken, wird aus einer Seiten-Hilfslinie eine Montageflächen-Hilfslinie. Wenn Sie beim Herausziehen die Alt-Taste drücken, wird die Ausrichtung geändert (erst ab CS5). Übrigens lassen sich Hilfslinien auch mit den Ausrichtewerkzeugen bearbeiten.

Wacom Intuos 4 Large

Da ich von Wacom keine Antwort bekommen habe, nutze ich unser Block für eine Produktbewertung. Im Internet finde ich nur positive Bewertungen für das Wacom-Intuos-4-Grafiktablett, was ich nicht ganz verstehen kann.

Plus: Die Sensitivität von Stift und Fläche ist sehr gut. Es lässt sich insgesamt sehr gut damit arbeiten.
Minus: Der Kunststoff ist schlechter. Das Tablett sieht im Gegensatz zum Vor­gänger­modell sehr schnell gebraucht aus. Der Stift ist ebenfalls nicht mehr so robust wie beim Vorgängermodell. Sehr missglückt finde ich die Anordnung der Tasten. Es ist kaum möglich z.B. Befehls- und Umschalttaste gleichzeitig zu drücken. Hier wurde kräftig auf Kosten der Ergonomie gespart. Dass die Tasten so buckelig aussehen, muss doch nicht sein. Bei der Anordnung des Touchringes kann kein Gestalter dabei gewesen sein. Die Bedienung des Touchringes ist ruckelig. Ich kann nicht glauben, dass es vorher von Profis getestet wurde. Die Software ist gewöhnungsbedürftig und sollte mehr den Apple-Richtlinien folgen. Die Zuweisung der Funktione funktioniert zumindest auf Snow Leopard nicht korrekt. Es lassen sich nicht alle Funktionstasten zuordnen.

Abweichende Formatierung anzeigen

Wenn man in InDesign auf einen Blick wissen will, ob ein Text abweichende Formatierung vom zugewiesenen Absatzformat enthält, gibt es dafür kein Möglichkeit per Menü, es ist nur mit Java- oder Appleskript möglich. Hier können Sie ein solches Appleskript herunterladen.

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